Erscheint in Kürze
Stille See - Kaltes Gericht
Als der Krieg ging und die Menschen blieben
Mai 1945, Marineschule Flensburg/Mürwik: Der verwundete Funker Joachim Farmer wird in die Aufklärung zweier Morde im Lazarett hineingezogen. Der Ort ist in diesen Tagen ein provisorisches Zentrum des Zusammenbruchs – Rückzugsraum der Reichsregierung, Lazarett, Auffanglager und Durchgangsstation im Machtvakuum zwischen Kapitulation und beginnender britischer Besatzung.
Ausgangspunkt der Handlung ist die historisch belegte Erschießung dreier zu Unrecht verurteilter Fahnenflüchtiger an Bord des Versorgungsschiffes Buéa. Eine Logbuchseite macht dieses Verbrechen sichtbar. Der Verantwortliche verbirgt sich im Lazarett und versucht, die verbliebenen Zeugen zu beseitigen. Während Farmer den Spuren folgt, löst er sich allmählich aus seiner passiven Haltung und findet zu einer eigenen moralischen Verantwortung. Die äußere Suche nach Wahrheit wird zu seinem inneren Wendepunkt.
Ein ungewöhnlicher Schauplatz: Kriegsmarineschule Mürwik / Flensburg Mai 1945 – ein Ort, der in der Literatur kaum beschrieben wird.
Literarische Spannung statt Krimi: Ermittlungen aus innerer Notwendigkeit, nicht als Beruf.
Moralischer Kern: Schuld, Gehorsam, Vertuschung und die Frage nach persönlicher Verantwortung im Zusammenbruch.
Dokumentarische Anmutung: Logbuchseite, Archiv, Listen, Akten – die Wahrheit zeigt sich in Fragmenten.
Ein Roman über die innere und äußere Flucht : Die Menschen fliehen aus dem Osten, Soldaten über die Ostsee – nur Farmer flieht nicht mehr vor sich selbst.
Über Tarek Bamberger
Tarek Bamberger, geboren 1969 in Flensburg, lebt und arbeitet im Rheinland. Die ersten 27 Jahre seines Lebens verbrachte er in seiner Heimatstadt an der Flensburger Förde – einem Ort, der Geschichte nicht nur bewahrt, sondern in dem sie bis heute spürbar ist. Als ehemaliger Stadtführer ist ihm insbesondere die Rolle der Marineschule Mürwik in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs vertraut.
Die literarische Arbeit von Tarek Bamberger ist eng mit seiner eigenen Familiengeschichte verbunden. Sein Großvater kam im Mai 1945 als Verwundeter nach Mürwik – in eine Zeit des Zusammenbruchs, geprägt von Loyalität, Orientierungslosigkeit und dem abrupten Verlust jeder Lebensperspektive. Aus dieser biografischen Spur heraus entstand die Idee zu Stille See – Kaltes Gericht.
Der Roman ist der Versuch, die innere Lage jener jungen Soldaten sichtbar zu machen, die zwischen Pflichterfüllung und moralischem Vakuum standen. Zugleich stellt er die Frage nach individueller Verantwortung: ob man den Verlust einfach hinnimmt – oder ihm etwas entgegensetzt. Die Figur Farmer verkörpert diese Möglichkeit der Wahl und steht stellvertretend für das, was der Autor seinem Großvater gewünscht hätte.
Neben seiner schriftstellerischen Arbeit verfügt Tarek Bamberger über langjährige berufliche Erfahrung in der Arbeit mit Menschen in Umbruchsituationen – als Unternehmenserater, Sozialarbeiter, Coach und Organisationsentwickler. Dieses Verständnis für innere und äußere Krisen prägt auch seinen literarischen Blick: ruhig, empathisch und ohne einfache Antworten.
Tarek Bamberger
Autor
Resscourcen
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Historischer Hintergrund
Autoreninfo
Leseprobe
„Und glaub mir, Joachim – das wird der beste Sommer unseres Lebens. Der beste – wir müssen ihn uns nur nehmen!“
Johannes Kusch in "Stille See - Kaltes Gericht"
Tarek Bamberger
„Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Und küsse die Marketenderin! Das ist die ganze Wissenschaft, Das ist der Bücher tiefster Sinn.“
Heinrich Heine

